Warum eine Doula?

Doulas sind Frauen, die Schwan­gere bei der Geburt ein­fühlsam begleit­en. Schon immer wurde in früheren Zeit­en in einem Kreis von Frauen geboren. Müt­ter, weib­liche Ver­wandte oder Fre­undin­nen und die Hebamme unter­stützten die Gebärende. Diese Tra­di­tion ist bei uns in Vergessen­heit ger­at­en und wird seit eini­gen Jahren u.a. durch Doulas wieder in Erin­nerung gebracht.

Zusät­zlich zur Hebamme sorgt die Doula als ver­traute, geburt­ser­fahrene Frau während der Geburt für Gebor­gen­heit, Ver­trauen, Ruhe und Würde. Sie gibt der Gebären­den die Pri­vat- und Intim­sphäre, damit sie sich entspan­nen kann. Sie begleit­et die wer­dende Mut­ter über die gesamte Geburt­szeit nach deren Wün­schen und garantiert somit eine 1:1‑Betreuung. Eine Doula macht keine medi­zinis­chen Unter­suchun­gen und trifft keine Entschei­dun­gen. Daher ist eine Hebamme uner­set­zlich. Die Doula sieht sich als Brücke zwis­chen der Gebären­den und drit­ten Per­so­n­en (Hebamme, Arzt, Vater). Die Doula unter­stützt auch die Väter, ihre Rolle bei der Geburt zu find­en. Sie ent­lastet diese bei der Betreu­ung ihrer Frau und ist der Ruhep­unkt für das Paar.

Die Doula ist ganz zur emo­tionalen und physis­chen Unter­stützung der Frau da, indem sie die wer­dende Mut­ter ganz nach deren indi­vidu­ellen Wün­schen betreut. Die Doula ste­ht per­ma­nent liebevoll und ein­füh­lend an der Seite der Gebären­den wenn sie gebraucht wird und zieht sich zurück, wenn die wer­dende Mut­ter dies möchte.

Vorteile ein­er kon­tinuier­lichen Betreu­ung (durch eine Doula): 

  • 50 % gerin­gere Wahrschein­lichkeit per Kaiser­schnitt zu ent­binden
  • 41 % gerin­geres Risiko für den Ein­satz von Saug­glocke und Zange,
  • 25 % verkürzte Geburts­dauer,
  • 39 % gerin­gere Verabre­ichung von Wehen­mit­teln,
  • 28 % gerin­ger­er Bedarf an Schmerzmit­teln oder Anäs­the­sie,
  • 33 % gerin­geres Risiko unzufrieden zu sein oder ihre Geburt­ser­fahrung neg­a­tiv zu beurteilen,
  • Neuge­borene haben viel sel­tener geringe APGAR-Werte,
  • mehr Babys wur­den danach voll gestillt,
  • Müt­ter erlit­ten deut­lich sel­tener Wochen­bettde­pres­sio­nen.

Studie “Kon­tinuier­liche Unter­stützung für Frauen während der Geburt” (Con­tin­u­ous Sup­port, Hod­nett, ED.; Gates, S.; Hofmet, GJ; Sakala, C. 2003)

 

Gründe, warum Frauen eine Doula zur Geburt mitgenom­men haben: 

  • kon­tinuier­liche Betreu­ung über die gesamte Geburt hin­weg,
  • sie möcht­en eine ihnen ver­traute Per­son im Kreis­saal,
  • Ent­las­tung für den Vater,
  • Allein­erziehende Müt­ter, die ohne Vater gebären,
  • sie haben eine schwierige/belastende Geburt bere­its hin­ter sich,
  • sie haben Angst vor den Wehen­schmerzen,
  • die vor­ange­gan­gene Schwanger­schaft war kom­p­lika­tion­sre­ich,
  • sie erwarten eine stille Geburt,
  • sie erwarten ein Kind mit Behin­derung,
  • Betreu­ung von Geschwis­terkindern bei Haus­ge­burten.